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Zwei Paralelle Entwicklungen

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Notes & Transcripts

„… denn nahe ist der Tag des HERRN“

In diesem Jahr feiert die Pfingstbewegung ihr 100 Jähriges Bestehen. Begonnen hat alles in der unscheinbaren Lagerhalle in Asuza Street 20, Los Angeles, unter der Leitung von William Seymore, dem Sohn eines freigelassenen Sklaven . Manche legen die Anfänge der pfingstlich-charismatischen Erneuerung sogar noch weiter zurück, auf das Jahr 1900 als unter Pastor Parham in Topeka, im Herzen der USA zum ersten mal Gläubige mit neuen Zungen Gott anbeteten. Ich denke es ist dabei kein Zufall, dass sowohl die pfingstlich-charismatische Bewegung als auch die Zionistische Bewegung, beide gerade einhundert Jahre alt sind. 

Der Judenstat

Es war gegen Ende des 19ten Jahrhundert, als der Wiener Journalist Theodor Herzl mit seinem Buch „Der Judenstaat“ gewissermaßen den Startschuss für die Zionistische Bewegung gab. Nur wenige Tage nach Ersterscheinung des Buches wurde Herzl von dem Deutschen Theologen William Hechler besucht, der zu der Zeit als Kaplan an der Englischen Botschaft in Wien arbeite. „Sie wissen Herr Herzl dass Ihre Gedanken in diesem Buch, bereits vor mehr als 2000 Jahren von Ihren Propheten vorausgesagt wurden?“ Für Herzl, einen säkularen Juden war dies ein überraschender Gedanke.

Bereits ein Jahr nach Veröffentlichung des Buches fand 1897 in Basel der erste Zionistische Weltkongress statt, über den Herzl in seinem Tagebuch vermerkte: „In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universales Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es jeder einsehen." Am 29 November 194,7 genau 50 Jahre später, stimmten die Vereinten Nationen der Gründung des Staates Israel zu. Herzls Worte hatten sich bewahrheitet. Es war einzigartig in der Menschheitsgeschichte: Nach 2000 Jahren Vertreibung in allen vier Enden der Erde kehrte das Jüdische in ihren neugegründeten Saat zurück. Und diese Bewegung hält an bis heute.

Der junge Staat Israel wurde dabei nicht gerade mit Begeisterung in die Völkergemeinschaft aufgenommen, sondern erlebt bis heute Anfeindung und Drohungen. In Ihrer jungen Geschichte war er bereits in 5 Nahostkriege verwickelt und sieht seine Existenz auch heute noch bedroht. Der Iranische Präsident Achmadinejahd will den jungen Staat am liebsten von der Weltkarte verschwunden sehen und schlug erst vor kurzem vor, Israel nach Europa zu verlegen.

Ließt man den Propheten Joel, so heißt es dort , „Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wende, da werde ich alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen; und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel.“

Wir leben ohne Zweifel in der Zeit in der Gott das Geschick seines Volkes wendet, aber wir können auch deutlich sehen wie Gott die Völker in Bereitschaft bringt gegen Israel vorzugehen, natürlich mit dem Ziel Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Es ist zu beachten dass der Prophet Joel uns dabei einen Hinweis auf die Zeit gibt, in der dies geschehen soll. „denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung.“ 

Auf alles Fleisch

Ob die Anfänge der weltweiten pfingstlich Charismatischen Erneuerung am 31. Dezember 1900 in Topeka, Kansas oder 1906 in Asuza (Los Angeles) lagen sei dahin gestellt. Aber diese Ereignisse, zu Beginn des 20.Jahrhunderts haben in der Tat eine geistliche Dynamik und Entwicklung hervorgerufen, die sowohl von William Seymor (Aszuza) oder Charles Parham (Topeka) unvorhersehbar waren. Es führte zur schnellwachsensten christlichen Bewegung in der Kirchengeschichte. Das exponentielle Wachstum dauert noch bis heute an. Im Jahr 1980 sprach man noch von ca. 80 Millionen Pfingstlern bzw Charismatikern. Heute geht man bei vorsichtiger Schätzung von 500 Millionen Menschen  aus, die vom Feuer des Heiligen Geistes ergriffen sind.

Es ist wiederum der Prophet Joel der diese endzeitliche Ausgießung des Geistes Gottes voraussagt. In Joel 3 lesen über dieses endzeitliche Ausgießen des Heiligen Geistes „über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. […] Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden.“ Diese endzeitliche Erweckungsbewegung hat dabei die folgenden Eigenschaften:

1.)    „Über alle Fleisch“ Die Welle des Heiligen Geistes hat in der tat die vier Enden der Erde, jede Nation und bereits fast jede ethnische Gruppe ergriffen.

2.)    Alle Gesellschaftsschichten werden dabei berührt („Söhne und Knechte“). William Seymore war der Sohn eines entlassenen Sklaven.  Ein Großteil der Pfingstlichen Erweckung findet heute in den Dritte Welt Ländern der südlichen Hemisphäre statt.

3.)    Gaben des Geistes werden verteilt („Weissagung, Träume und Visionen“). In keiner Periode seit der Apostelgeschichte wurden die Gaben des Heiligen Geistes in solch breiten Weise an die Gemeinde Jesu ausgeteilt wie in den letzten einhundert Jahren.

4.)    Viele Menschen werden gerettet. Ob in Asien, Süd und Mitelamerika oder Afrika überall auf der Erde finden in unseren Tagen Menschen in großen Zahlen zu Jesus.

Auch diese Bewegung Gottes wird zeitlich festgelegt. Geschehen soll es „ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.“

Plast eine Posaune in Zion

Durch seine Zeitangaben „ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt“  bringt der Prophet Joel nun diese beiden Entwicklungen der Heilsgeschichte in einen Zusammenhang. Das heißt: während Gott die Weltenbühne in Israel auf sein Kommen vorbereitet, gibt er der Menschheit noch einmal einen letzten Appell gerettet zu werden. Die letzten ein bis zwei Jahrhunderte haben eine ungeheuere geistliche Dynamik zu Tage gelegt. Alle Länder dieser Erde sind mit dem Evangelium erreicht worden, die letzten Ethnien sind dabei erreicht zu werden. Gott gießt in mächtiger Weise seinen Geist aus, die Gemeinde Jesu wächst in dramatischer Weise in allen Teilen der Welt. Gleichzeitig ist Gott dabei seinen altes Bundesvolk wieder herzustellen. Aus allen vier Enden der Erde kehrt Israel in das Land ihrer Väter zurück. Wir beobachten zugleich eine ermutigende Entwicklung auf dem geistlichen Bereich hier in Israel. Wir müssen also sagen „der große und schreckliche Tag des HERRN“ ist vielleicht näher als wir denken.

In diesen Zeitabschnitt hinein gibt uns nun der Prophet Joel einen klaren Appell. „Stoßt in das Schopharhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag des HERRN kommt, ja, er ist nahe!... heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten herbei, versammelt die Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach! … Dann gerät der HERR in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk.  Und der HERR wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, dass ihr davon satt werdet …“

Gott möchte seine Segnungen, neu über uns ausgießen. Aber es ist in der Tat eine Zeit der Entscheidung für uns alle. Gott ruft seine Gemeinde sich zu reinigen und in Leidenschaft und völliger Hingabe sich im neu zu weihen, denn der König kehrt bald zurück.

Es ist offensichtlich das die Gemeinde Jesu in diesen Tagen berufen ist helfend und tröstend an die Seite Israels zu treten. Aber Gott möchte auch hier im vermeintlich trockenen Deutschland neu seinen Geist auf seine Gemeinde ausgießen und uns neu bevollmächtigen. „Jeder der den Namen des Herrn anruft wird gerrettet!“ Dieser Ruf muss noch einmal vor dem Kommen des Herrn in mächtiger Weise in unser Land hinausgetragen werden, denn der Tag des Herrn ist nahe!

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